Gesamtübersicht mit Informationen zu den Organisten und ihrem Programm 

Freitag 16.7.  19.00 Uhr

 

Adriano Falcioni, Perugia

 

 

Johann Kaspar Kerll  (1627 – 1693) 

Toccata seconda

Passacaglia

 

Dietrich Buxtehude  (1637-1707)          

Praeludium g-moll BuxWV 149

 

G.F.Haendel (1685-1759)                    

Suite in F-Dur HWV   427

Adagio, Allegro, Adagio, Allegro

 

Antonio Vivaldi  (1678-1741)

Concerto d moll

Tempo ordinario / Grave / Fuga  -  Largo e spiccato  -   Allegro

für Orgel bearbeitet von J.S. Bach

 

         

Johann Sebastian Bach  (1685 – 1750)             

Arie ‘Schafe können sicher weiden’

aus der Kantate BWV 208 in Orgelbearbeitung von A. Falcioni

 

Praeludium und Fuge Es-Dur  BWV   552

 
 

Adriano Falcioni (*1975) ist ein italienischer Konzertorganist, der weltweit für seine technischen Fähigkeiten und seine Musikalität bekannt ist. Geboren in Terni, Italien, absolvierte er nach seinem Abschluss am Konservatorium von Perugia bei W. Van de Pol noch ein Orgelstudium an der Freiburger Musikhochschule bei Klemens Schnorr, in London bei Nicolas Kynaston und bei Paris bei Marie-Claire Alain. Adriano Falcioni nahm an Meisterkursen in Haarlem (Holland) und Göteborg (Schweden) und an Orgelakademien mit großen Künstlern wie Winsemius, Chapelet, Leonhardt, Tagliavini, Lohmann, van Oortmerssen und J. Guillou teil.

Er war Finalist und Preisträger zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe in Europa und den USA.

Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, Russland, USA und Südafrika. Er nahm viele CDs auf und spielte für viele internationale Radiosender. Er unterrichtet Orgel am Konservatorium von Como und in vielen Meisterkursen in Europa und Südafrika (Unisa University of Pretoria).

Adriano Falcioni hat ein breites Repertoire, das vom Barock bis zum Zeitgenössischen reicht. Er ist der Hauptorganist der Metropolitan Kathedrale St. Lorenz in Perugia.

 

 

 

Freitag, 30.7.  19.00 Uhr

 

Vincenzo Allevato, Zürich

 

‘Epochenwandel’

 
Domenico Scarlatti  (1685-1757)                                

Sonate in d-moll K. 64                             
Sonate in D-Dur K. 33                              

Sonate in D-Dur K. 430

Sonate in G-Dur K. 152

Sonata in a-moll K. 149
Sonata in a-moll K. 175

Sonate in f-moll K. 387                

Sonate in f-moll K. 239

                                                                                                                     

Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Aus der ‘ClavierÜbung  (jeweils Praeambulum und Choral):

“Allein Gott in der Höh sei Ehr”                        

“Jesu, meine Freude”                                                                  
“Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut”  
                                              

Carl Philipp Emanuel Bach  (1714-1788)                              

Sonata in a-moll Wq. 70 N. 4                                        
Allegro assai - Adagio – Allegro 

 

Franz Xaver Schnitzer  (1740—1785)             

Sonata in D-Dur Op. 1 N. 4                                   

Allegro non molto- Andante – Presto

 

Johann Simon Mayr (1763-1845)                                

Sinfonia per organo                                             
(1763-1845)

 

 Vincenzo Allevato stammt aus Fuscaldo in Italien und begann dort bereits im Alter von elf Jahren sein Studium am “Conservatorio S. Giacomantonio” in Cosenza bei Prof. Claudio Brizi. Nach seinem Diplom in Orgel und Orgel-Komposition führten ihn seine Studien dann nach Deutschland. Dort studierte er in Köln bei Prof. Johannes Geffert, in Stuttgart bei Prof. Jon Laukvik und in München bei Prof. Bernhard Haas sowohl Orgel als auch Kirchenmusik. Zuletzt vollendete er seine Ausbildung an der Zhdk Zürich bei Prof. Tobias Willi.

Er war als Solist zu Gast bei zahlreichen internationalen Orgelreihen wie: Settimana Organistica Internazionale - Piacenza (I), Pieve di S. Maria a Scò (I), Auditorium Ente Cassa di Risparmio Firenze (I), Abbazia di Vallombrosa (I), Stiftskirche Stuttgart, Friedenskirche Potsdam, Torgau Orgelsommer, Bernau Orgelsommer, St. Martin Masevaux (FR), Antoniterkirche Köln, Krefeld Orgelsommer, Gladbeck Orgelsommer, Klosterkirche der Kartause Mauerbach – Wien, Trinitatiskirche Köln, Konzerttheater Solingen, Markuskirche Backnang, Grossmünster Zürich.

Im Bereich der Kammermusik konnte er zahlreiche Erfahrungen als Continuo-Spieler sammeln. Auf CD hat er die “Sonate per Violino e Basso Continuo” von Pietro Degli Antoni für Brilliant Classics eingespielt. Zudem ist er Preisträger des Musikpreises des Kulturkreises Gasteig - München 2017.
Seit 2019 ist Vincenzo Allevato Kirchenmusiker bei der Reformierten Kirche Zürich-Wallisellen.

  

Freitag 13.8. 19.00 Uhr

Christoph Schoener,  Hamburg

 

Wolfgang Amadeus Mozart  (1756-1791)     

Ouverture C-Dur KV 399                                                                                                            

Trio (Fuga a tre) G-Dur KV 433                                                                                    

Adagio C-Dur KV 356 für Glasharmonika
Fuge Es-Dur KV 153                                                                                                        
Eine kleine Gigue „Leipziger Gigue“ KV 574                          

 

Ein guter neuer Dantz                                                    
Tanzsuite nach alten Tabulatursätzen um 1600
zusammengestellt von Hans Haselböck
                                                          
Intrada
Ein guter neuer Dantz – Proportz darauf
Was woln wir uff den abendt thun – Sprunck
Daunce
Corranto
Churf. Sächs. Witwen Erster Mummerey Tannz
Ungarescha - Saltarello
Bassa imperiale – Saltarello del Bassa imperiale

           
Johann Sebastian Bach  (1685-1750)                                                                                    
Fantasia super „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651
Aria variata alla maniera italiana BWV 989

Pièce d’orgue BWV 572  Très vitement – Gravement - Lentement

 

 
Christoph Schoener zählt zu den renommiertesten Kirchenmusikern seiner
Generation. Er wurde 1953 in Heidelberg geboren, in Freiburg, Paris und Amsterdam bei Ludwig Doerr, Gaston Litaize und Ewald Kooiman ausgebildet. Ausgezeichnet wurde er mit einem Stipendium der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ und einem „Premier Prix a l’unanimité“ zum Abschluss seines Orgelstudiums in Paris.

Nach langjähriger Tätigkeit im Rheinland wurde er 1998 als Kirchenmusikdirektor an die Hauptkirche St. Michaelis – Hamburgs Wahrzeichen – berufen, wo er bis Ende 2019 wirkte.

Mit dem von ihm gegründeten Chor St. Michaelis führte er regelmäßig alle wesentlichen Werke für Chor und Orchester von Monteverdi bis Bernstein auf. Viele seiner Chorkonzerte wurden vom NDR mitgeschnitten und live gesendet.

 

Als Organist konzertierte Christoph Schoener in vielen Kathedralen und Musikzentren in Europa, Israel, Südafrika und in den USA. Er war mehrfach Gast beim Schleswig-Holstein Musik Festival und an der Orgel der Hamburger Elbphilharmonie. 

Über zwanzig Jahre unterrichtete Christoph Schoener neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit künstlerisches Orgelspiel an deutschen Musikhochschulen, zuletzt an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Häufig wird er als Juror bei internationalen Wettbewerben und Leiter von Masterklassen eingeladen.

Zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seinen künstlerischen Rang, Eine Einspielung wurde 2016 mit dem ECHO-Klassik Preis ausgezeichnet.

Im Jahr 2018 erhielt er durch den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel Professor.

  

 

Freitag 27. 8.  19.00 Uhr

 

Anna Linß, Landau (Pfalz)

 

 

‘allerley Kurzweil für die Ohren'

 

Sigismund Ritter von Neukomm (1778-1858)

Andante Maestoso d-Moll

Andantino A-Dur

Allegro C-Dur

 

Justin Heinrich Knecht (1752-1817)

Thema und Variationen C-Dur

 

Augustinus Büx  (1701-1751)

Parthia I

‘Tönendes Erz, in lieblichem und gewandtem Rhythmus klingelnd auf dem Clavier’

Andante – Concertino – Riguadon – Hornepipe - Gigue

 

Johannes Matthias Michel (*1962)

Rondo in blue - Impromptu -  Ciaconetta

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Partita sopra il Corale „O Gott, du frommer Gott“

(9 Verse)

 

 

Seit Oktober 2017 ist Anna Linß Stifts- und Bezirkskantorin in Landau in der Pfalz. Sie studierte Kirchenmusik in Frankfurt/Main. Zu ihren Lehrern gehörten Prof. Martin Lücker, Prof. Winfried Toll, Prof. Andreas Meyer-Hermann, Prof. Gerd Wachowski und GMD Uwe Sandner. Die Prüfung im Fach Orgel legte sie 2012 mit Auszeichnung ab. Stipendien beim Kuratorium Bad Homburger Schloss mit Konzertverpflichtung und bei den Frankfurter Bachkonzerten e. V. ließen sie bald Konzerterfahrungen sammeln.
Schon während das Studiums der Künstlerischen Ausbildung und des Konzertexamens Orgel bei Prof. Martin Lücker begann sie in Mannheim an der Christuskirche als Kantorin und Assistentin von Landeskantor KMD Prof. Johannes Matthias Michel zu arbeiten. Im Laufe der dreijährigen Tätigkeit in Mannheim führten Anna Linß und Johannes Michel das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach auf.
Seit 2011 ist Anna Linß Dozentin für Hörschulung, Musiktheorie, Orgelbau und Orgel an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern.

  

 

Freitag 10. 9. 19.00

 

Marian Polin,  Innsbruck

 

 

Georg Muffat (1653-1704)

aus: Apparatus musico-organisticus (Salzburg, 1690):

Toccata decima in D   -  Ciacona

 

Nicolas de Grigny (1672-1703)

‘Veni Creator’   aus: „Livre d’Orgue“ (Paris, 1690)

en Taille à 5 – Duo - Fugue a cinq - 

Récit de Cromorne  - Dialogue sur les grands jeux

 

Johann Sebastian Bach  (1685-1750)

‘Allein Gott in der Höh sei Ehr’   BWV 663

 

Antonio Vivaldi (1685-1750)

Concerto d-moll

Tempo ordinario / Grave / Fuga  -  Largo e spiccato  -   Allegro

für Orgel bearbeitet von  J.S. Bach

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)

Sonate in D-Dur  op. 65,5

Andante - Andante con moto - Allegro maestoso

 

 

 

Der Organist, Cembalist und Ensembleleiter Marian Polin stammt aus Südtirol, wo ihn nach dem ersten Musikunterricht relativ früh das Instrument Orgel faszinierte und er in seiner Jugend erste Erfahrungen als Chorleiter sammelte.

Nach dem Gymnasium studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Orgel und Kirchenmusik. Zu seinen Lehrern zählten Pier Damiano Peretti (Orgel), Erwin Ortner (Chorleitung) und Wolfgang Glüxam (Cembalo). Vertiefende Orgelstudien führten ihn zu Brett Leighton an die Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz.

Von 2014 bis 2016 war Polin Dirigent des Domchors an der Kathedrale Chur (CH), seit 2016 ist er Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der „Capella Claudiana“ an der Jesuitenkirche/Universitätskirche Innsbruck (A) sowie Leiter des renommierten Ensembles „VocalArt“ Brixen (I).

Ein zentrales Interesse gilt der Entdeckung und Aufbereitung unbekannter Musikalien aus der Barockzeit, was u.a. in der musikalischen Leitung mehrerer CD-Aufnahmen für die Reihe „Musikmuseum“ der Tiroler Landesmuseen gipfelte. Damit einher geht auch die Beschäftigung mit historischen Tasteninstrumenten, wobei neben der Begleitung von Orgelrestaurierungen vor allem die regelmäßige Begegnung mit den bedeutenden Renaissanceorgeln der Churburg und der Hofkirche Innsbruck nachhaltig prägend waren. 

Als Solist oder Continuospieler wirkte Polin in zahlreichen Rundfunk- und CD-Einspielungen mit und gastierte in zahlreichen Länder Europas.

Seit 2020 ist er Co-Direktor der Orgelakademie Schloss Goldrain/Orgelkunst Festival.